Home Alone
Ich war ja übers Wochenende mal wieder unterwegs und habe mit dem Hin- und Herschieben von kleinen bedruckten Stückchen Pappe zweieinhalb Tage und den Großteil der dazwischenliegenden Nächte verbracht. Heißt, mein kleiner Tigger war von Freitag vormittag bis Sonntag abend alleine, von kurzen Fütterungsbesuchen einer Freundin mal abgesehen. Entsprechend war er die letzten Tage furchtbar anhänglich, und noch einen Tick schmusiger als sonst. Gestern abend etwa wollte er partout nicht von meiner Seite weichen, und hat sich dann, hilfreicher Kater der er ist, auf meinen Schreibtisch gelegt und hat mir beim skypen geholfen. Dummerweise lag er nicht nur seinem Bauch permanent auf der Leertaste, was ein ständiges Piepsen zur Folge hatte, sondern hat auch noch mit seinen Pfoten im Bereich der F-Tasten neugierig rumgetastet. Schließlich mach ich das ja auch ständig, und da hat sich der Kleine natürlich auch gleichmal nützlich machen müssen. Dass er den Browser regelmäßig aktualisiert hat war ja ganz ok, aber dass er im Skype dann ständig irgendwelche Dateien senden und Konferenzschaltungen eröffnen wollte hätte aber nicht unbedingt sein müssen. Aber er meints ja gut :-)
Kartenspielen in Celle war übrigens mal wieder der Hit. Dieses Jahr konnte ich tatsächlich auch lange genug bleiben um alle Spiele mitzuspielen. Ok, genaugenommen waren es nur 25 von 26 möglichen, da ich leider wie letztes Jahr im Hauptturnier im Halbfinale ausgeschieden bin. Dafür ist es in den anderen Turnieren besser gelaufen. Von insgesamt 7 Turnieren hab ich 2 gewonnen, und über das gesamte Wochenende insgesamt 19 Siege eingefahren und 6 Niederlagen kassieren müssen - drei davon alleine gegen meinen alten Bekannten aus Londoner Zeiten (hach, lang ists her...), Will Hoskin, dem ich in unserem internen Wettstreit letztlich mit 2:3 den Sieg überlassen musste. Aber gegen Will kann man schonmal verlieren (oder eben auch dreimal), und auch die anderen drei Niederlagen waren allesamt gegen sehr gute - und nebenbei bemerkt sehr sympathische - Spieler, so dass die Stimmung von Freitag bis Sonntag durchweg super war. Auch die Late-Night-Turniere waren trotz Dauer bis in die frühen Morgenstunden noch gut besetzt, und es gab in den verschiedenen Turnieren auch immer wieder einige unerwarete und ziemlich überraschende Ergebnisse. Schlussendlich hat sich in der abschließenden Gesamtwertung aber dann doch wieder der harte Kern durchgesetzt.

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