Donnerstag, Mai 11, 2006

Mysteriös...

Ich glaube, ich habe diese Theorie zwar schon wiederholt angesprochen, muß sie aber nun doch aus aktuellem Anlaß noch mal unters Volk bringen. Vor drei Wochen habe ich mir eine nagelneue, proppenvolle Tube Zahnpasta mit nach Regensburg genommen, weil die alte schon so gut wie leer. Eigentlich völlig leer. Trotzdem hab ich im Laufe der letzten Wochen jedes Mal wieder noch ein letztes Resterl rausdrücken können, welches seltsamerweise immer noch für genau einmal Zähneputzen gereicht hat. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Irgendwas geht da nicht mit rechten Dingen zu. Kurz überschlagen:
Eine Tube enthält eine bestimmte Menge Zahnpasta. Bezeichnen wir diese Menge doch als x.
Angenommen, man verbraucht jedes mal idealerweise die exakt gleiche Menge y = x/n an Zahnpasta um sich die Beißer zu polieren, dann funktioniert das logischerweise genau n mal.
Unter Berücksichtigung des oben beschriebenen Effekts müssen wir dann jedoch zugeben, daß einmal schon noch geht, egal wie wenig drin ist. Also folgt n = n + 1. Unser liebes n geht also, wenn man das Spielchen munter wiederholt (was, wie in der Praxis bewiesen, ja auch tatsächlich geht), gegen unendlich.
Setzen wir dieses Ergebnis in die obige Gleichung ein, so erhalten wir y => 0. Was natürlich nicht geht, denn das würde ja bedeuten, daß ich mir mit nichts die Zähne putze. Tu ich aber nicht, ich hab das Zeug genau gesehen. Weiß wars.
Das läßt natürlich nur eine Schlußfolgerung zu: Innerhalb der Tube existiert ein Wurmloch, durch das Zahnpasta aus einer fernen Galaxis in mein Badezimmer gezogen wird. Oder ein Dimensionsportal. Oder eine Miniaturzahnpastafabrik, in der eine Paralleluniversumsversion von Doktor Best (mit schwarzem Kinnbart) ein unbarmherziges Regiment über wehrlose Zahnpastaproduktionssklaven führt. Wie auch immer, der Sache muß man auf den Grund gehen. Freiwillige für eine Expedition ins Innere der Tube können sich ab sofort bei mir melden.

5 Comments:

At Mai 11, 2006, Anonymous Anonym said...

n1, n2, n... seien die zeitlich folgenden zahnpastadosen, nx die aktuelle.

nx=n1-1/2*n2-1/4*n3-1/8*n4...

sprich: bei voller tube haut man so viel zahnpasta drauf, dass es für 20 mal reichen würde. bei sich leerender tube nähert man sich der tatsächlichen mindestmenge für ein befriedigendes zahnputzerlebnis dann an.

 
At Mai 12, 2006, Anonymous Anonym said...

bei deiner expedition geh ich aber trotzdem mir (ziehe sogar roten pullover an), vorausgesetzt du besorgst genug zucker, um die zahnfee abzuwehren.

 
At Mai 12, 2006, Anonymous Anonym said...

I'm in...

 
At Mai 12, 2006, Anonymous Anonym said...

jetzt kommentieren sich schon die kommentatoren.

 
At Mai 15, 2006, Anonymous Anonym said...

Ich spiel dann mal den Spielverderber:
n=n+1 geht nix gegen unendlich, sondern du landest bei 0=1, was evtl. die Lösung deines Problems ist.

Und außerdem: BLAU-weiß wars.

 

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